Technik & DIY
Schrägdach vs. Flachdach: Was Selbstmontierer über die Unterkonstruktion wissen müssen
Stand: Juli 2026 · PVfix24 Redaktion
Die Unterkonstruktion (UK) ist das am meisten unterschätzte Gewerk der Selbstmontage: Sie trägt 25 Jahre lang Wind, Schnee und die Module. Der richtige Aufbau hängt komplett vom Dachtyp ab.
Schrägdach: Dachhaken + Schienen
Der Standard beim Einfamilienhaus:
- Dachhaken werden an den Sparren verschraubt (nicht an der Lattung!),
- darauf kommen Montageschienen,
- Module werden mit Mittel- und Endklemmen auf den Schienen fixiert.
Die Eindeckung entscheidet über die Details:
- Frankfurter Pfanne / Tonziegel: Standardfall, normale Dachhaken. Ziegel werden ausgeschliffen, damit der Haken nicht aufliegt.
- Biberschwanz: braucht spezielle Haken und mehr Sorgfalt – Bruchgefahr.
- Blech/Trapez: keine Haken, sondern Kalotten oder Stockschrauben direkt in die Hochsicke/Pfette – oft die schnellste Montage.
- Schiefer: Sonderfall, gehört in erfahrene Hände.
Deshalb fragen wir beim UK-Aufmaß immer die Eindeckung ab – das Material unterscheidet sich deutlich.
Flachdach: Aufständerung + Ballast
Auf dem Flachdach wird in der Regel nicht gebohrt (Abdichtung!). Stattdessen:
- Aufständerung in 10–15° (Süd) oder als Ost-West-System (mehr Ertragsspreizung, mehr Module pro Fläche),
- gehalten durch Ballast (Gehwegplatten, Kies) statt Verschraubung,
- Windlast-Berechnung entscheidet über die Ballastmenge – abhängig von Gebäudehöhe, Randzonen und Region.
Wichtig: Die Dachstatik muss den Ballast tragen können. Bei Unsicherheit: Statiker fragen, bevor du kaufst.
Was heißt das für deine Bestellung?
- Wir kalkulieren UK-Material nach Aufmaß als Festpreis-Angebot – du teilst uns nur Dachtyp und Eindeckung mit (reines Material, Montage machst du selbst).
- Nicht vergessen: Erdungsset – das am häufigsten vergessene Kleinteil jeder Selbstmontage.
Bereit für den nächsten Schritt?
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